Presse

SZ-Artikel_06082014

aus: Sächsische Zeitung, 06.08.2014

Aprikosengarten bleibt erhalten

Die Stadt möchte an der Leisniger Straße eine Grundschule errichten. Unklar war, was aus dem Garten wird.

„Das Rätsel um die Zukunft des Aprikosengartens in der Leisniger Straße neben der
Makarenko-Schule scheint gelöst. Eine aktuelle Anfrage, die die Grünen-Fraktion im Stadtrat gestellt hatte, wurde nun von der Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) beantwortet. In dem Schreiben, das der Sächsischen Zeitung vorliegt, heißt es: „Der Aprikosengarten bleibt erhalten.“

Die Stadt plant, auf dem Gelände eine neue Grundschule mit Einfeldturnhalle zu errichten.
Der Aprikosengarten könnte mit dem künftigen Schulgarten kombiniert werden. Der Bau für das Schulgebäude mit Sporthalle soll 2015 starten. Der Unterricht soll bereits im September 2016 beginnen.

Grüne Insel ohne Schmuckbeete

Der Aprikosengarten ist ein gemeinschaftlich genutzter Garten, der seit Mai 2011 auf einer
ehemaligen Industriebrache an der Leisniger Straße 80 besteht. Angelegt haben ihn die
Landschaftsarchitektin Ina Franzke und Architekt Markus Weber gemeinsam mit Pieschenern im Auftrag des Stadtplanungsamtes. Der Garten soll als grüne Insel jenseits von Kleingartenkult, Blumenkübeln und Schmuckbeeten den Stadtteil beleben und die
verschiedenen Generationen nicht nur zum gemeinsamen Gärtnern einladen. Bisher fanden Workshops zu Gartenthemen, Lesungen und viele Aktionen mehr auf dem Gelände statt.
Finanziert wird das Projekt für die Dauer von etwa zweieinhalb Jahren mit Fördermitteln der Europäischen Union. Allerdings strebe die Stadt laut Orosz nicht an, eine über den Zeitraum hinausgehende Förderung zu geben.

Ina Franzke freut sich über die Perspektive für den Aprikosengarten. „Wir sind froh, dass
unsere Arbeit nicht umsonst war“, sagt sie. Jedoch hält sich ihre Euphorie in Grenzen. „Es ist noch unklar, in welchem Rahmen und in welcher Größe der Aprikosengarten bleibt“, sagt sie. Weitere Entscheidungen dazu müsse man erst abwarten. Fraglich sei beispielsweise, wie der Garten während der Bauzeit geschützt werden kann oder für die Betreiber zugänglich bleibt.

Eigene Möhren und Zwiebeln ernten

Auch bei den Kindern der benachbarten Kindertagesstätte Himmelblau ist der
Aprikosengarten sehr beliebt. Im Winter haben sie Meisenbällchen an den Bäumen und einen großen, bunt bemalten Nistkasten angebracht. In wenigen Wochen, wenn die Gartensaison beginnt, werden die größeren Kinder der Einrichtung wieder ein Beet bepflanzen und es regelmäßig pflegen. „Für sie ist es ein besonderes Erfolgserlebnis, eigene Zwiebeln oder Möhren zu ernten“, sagt Kita-Leiterin Cornelia Barth. Sie findet es gut, wenn der Aprikosengarten in den künftigen Schulgarten integriert wird.

Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) ist froh, dass die Gefährdung des Projektes, die sich letztes Jahr abzeichnete, vorerst gebannt ist und der Garten erhalten werden soll. Dennoch ist er skeptisch, denn die Erfahrung habe zeigt, dass Aussagen schon häufig revidiert wurden. „Wir bleiben auf jeden Fall an dem Thema dran“, sagt er.

aus: SZ-Dienstag, 05.03.2013 (von Kathrin Kupka-Hahn)

aus: Pieschener Zeitung 05/2012

aus: Sächsische Zeitung, 20.03.12

aus: Sächsische Zeitung, 03.12.11

aus: Dresdner Neueste Nachrichten, 02.12.11

aus: Sächsicher Zeitung, 05.11.11

aus: Pieschener Zeitung, 21.09.11

aus: Sächsische Zeitung, 18.06.11

aus: Pieschener Zeitung, 18.05.11

aus: Sächsische Zeitung 05.05.11

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